Familienurlaub an der Cote d’Azur

Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen. Das erste Mal 3 Wochen von Mama und Papa getrennt. Drei Wochen Sprachreise in Antibes an der Cote d’Azur. Was gibt es schöneres für ein 13-jähriges Mädchen, als die Sommerferien an einem so wunderschönen Fleckchen Erde zu verbringen. Schon damals wusste ich, dass ich wiederkommen werde.

Uns so kam es. Wir planten unseren Familienurlaub und wollten ursprünglich in die Toskana und von dort aus an die Cote d’Azur. Da wir Italien bereits die letzten Jahre unsicher gemacht haben, entschieden wir uns letztendlich doch für 2 Wochen im Süden von Frankreich Urlaub zu machen.

FAMILIENFREUNDLICHE Unterkunft

Wir haben uns ein Ferienhaus im beschaulichen und wunderschönen Örtchen Vence gemietet, denn wollten wir abseits vom Trubel und inmitten der französischen Provence unseren Urlaub genießen. Zudem war es uns wichtig, dass die Kinder genug Auslauf haben :D. Unser Chalet lag auf einem kleinen Hügel mit Blick auf Saint-Paul-de-Vence. Einfach grandios. Großer Garten, Whirlpool und viiiiiiiiel Platz zum toben.

Hier haben wir jeden Abend gesessen und die Aussicht genossen <3.

 

KINDER im Gepäck

Wenn man mit Kinder reist, reist gefühlt der halbe Haushalt mit und mit einem “normalen” Kombi muss man schon Abstriche machen was das Gepäck angeht. Deshalb haben wir uns für die bequeme und reisefreundliche Variante entschieden und sind mit unserem Kleinbus gefahren. Ein Traum sag ich euch. Kofferraum auf und alles rein was das (Mama)Herz begehrt. Ohne Koffertetris, schieben, quetschen oder gar verzichten. Selbst das Rennrad von Papa hat ohne Probleme Platz gefunden.

Natürlich muss man schauen das die Kinder nicht zu kurz kommen und Spaß an einer Sightseeingtour oder langen Autofahrten haben. Wir waren aber bestens vorbereitet. Unschlagbar ist natürlich das Tablet, welches auf langen Autofahrten nicht fehlen darf. Die Kids durften ihre Lieblingsserien gucken und das Beste daran ist, so lange sie wollten :P. Zudem gab es kleine Überraschungstüten mit Knabbereien, Fruchtspaß, Pixibüchern und etwas zum ausmalen. Langeweile kam nicht auf und die Mädchen waren wirklich super entspannte Reisebegleiter. Auf der Hin- und auch auf der Rückfahrt. Kein Genörgel (ok, die Frage wann wir da sind wurde natürlich schon mal gestellt ;)), keine Schreianfälle oder sonstiges Unwohlsein. Bis auf ein paar Puller- und Snackpausen sind wir gut durchgekommen. Losgefahren sind wir Nachts um 3, so dass die Kinder, glücklicherweise, noch mal bis 8 Uhr morgens im Auto weitergeschlafen haben und angekommen sind wir am späten Nachmittag gegen 17.00 Uhr. Und nein, wir haben keine Zwischenübernachtung eingelegt. Papa wollte so schnell wie möglich in den Urlaub :D. Für den einen oder anderen vielleicht nicht nachvollziehbar, aber 1250km fährt mein Liebster ohne Probleme auch alleine.

ORTE die man gesehen haben muss

Ob Sonnenanbeter, Wandere, Radfahrer, Weinliebhaber, oder Städtebummler, hier kommt keiner zu kurz und für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Abgesehen von den Klassikern, wie Monaco, Cannes, Nizza, St. Tropez & Antibes, die man sich auf jeden Fall anschauen sollte, hat die französische Provence natürlich noch viel mehr zu bieten. Vor allem auch abseits der Küste, auf dem Land und in den Bergen.

Unser klarer Favorit war die Schlucht von Verdon. Ein Wunder der Natur, das man gesehen haben muss! Der türkisfarbene Fluss Verdon fließt durch den 21km langen Canyon . Auf dem Weg dorthin gab es unzählige Aussichtspunkte zum anhalten, rast machen und staunen. Der Weg dorthin führt durch eines der schönsten französischen Dörfer: Moustiers-St.-Marie. Auch wenn sich die Parkplatzsuche etwas schwierig gestaltet, muss man dem kleinen Dörfchen seine Aufmerksamkeit schenken, durch die kleinen Gassen schlendern und dem Duft von Crepes & Cafe folgen. Es lohnt sich und das es sich um eins der schönsten Dörfer Frankreichs handelt, ist nicht zu viel versprochen.

Auch Saint-Paul-de-Vence war für uns ein Ort an dem es sich lohnt zu verweilen. Durch verwinkelte Gassen, vorbei an Ateliers, kleinen Souvenierlädchen & Cafés.  Alles so ursprünglich und mit Liebe zum Detail. Auch die Mädchen haben sich neugierig in jedem noch so kleinen Lädchen umgeschaut und waren ebenso entzückt wie wir.

 

Natürlich haben wir immer geschaut das die Kinder nicht zu kurz kommen und Spaß an einer Sightseeingtour und unseren täglichen Ausflügen haben.

Frankreich ist sehr kinderfreundlich und so fanden wir an vielen Ecken Spielplätze oder Karussells. Ggf. hat es auch der Sandeimer getan und eine kleine Auszeit am Strand. Der schönste Spielplatz befand sich jedoch in Nizza. Auf der Promenade du Paillon. Ein riesiger Spielplatz mitten im Park und für jede Altersklasse etwas dabei. Das absolute Highlight waren die Wasserspiele. Aufsteigende Wasserfontainen die Spaß und an heißen Tagen gleichzeitig eine Erfrischung mit sich brachten.

TARTE, MEERESFRÜCHTE & andere Leckereien

Die französische Küche ist ja genau mein Ding :P. Café au lait und Croissante am Morgen, Fisch zum Mittag und Nachmittags eine leckere Tarte, Eclaire oder andere feine Kuchen. Die vielen Boulangerien haben mich magisch angezogen und ließen mein Herz für Süßes höher schlagen. Als wir dann noch in St. Tropez die Tarte Tropezienne gegessen haben, dachte ich, hier muss ich für immer bleiben :P.

 

Kurzum, Südfrankreich ist einfach traumhaft schön und eine Reise wert! Wir kommen auf jeden Fall wieder, denn gesehen haben wir bei weitem noch nicht alles!

Eure Dani

Hab dich lieb Mama!

Wie süß sind Zweijährige denn bitte? Ich jedenfalls liebe dieses Alter. Schon damals bei Mia und nun auch bei Lena. Sie sind noch so klein, knuffig & kompakt, aber nehmen schon richtig am Leben teil, quatschen was das Zeug hält, verstehen und sind einfach nur Zucker! 

So auch unsere Kleinste. Davon mal abgesehen, dass sie uns nach wie vor jeden Tage zum lachen bringt und der Clown der Familie ist, weiß sie ganz genau was sie will. Sie weiß wann wir uns vor lauter Lachen nicht mehr auf den Stühlen halten können, aber macht auch gerne mal einen auf Hilflos und mitleidig wenn die große Schwester sie angeblich mal wieder gehauen hat. Das die Kleine der Großen im Vorfeld ein ganzes Haarbüschel rausgezogen hat, wird natürlich nicht erwähnt, aber irgendwas ist ja immer :P.

Ansonsten genieße ich gerade jede Kuscheleinheit, jedes “hab dich lieb Mama”, schlafen im Elternbett, getragen werden, jeden feuchten Kuss und jedes Lächeln bzw. lautes Lachen. Denn diese Zeit ist leider endlich und wird in dieser Form nie wieder kommen.

Hach, du kleines wundervolles Igelbaby. Wir sind so froh das du ein Teil unserer Familie bist und uns komplett gemacht hast!

Wir lieben dich von ganzem Herzen!

Kinder, Kinder, Kinder!

Geht euch das auch so, dass ihr euch immer wieder die Frage stellt, wo die Zeit nur hin ist? Meine Mama und auch meine Oma haben schon immer gesagt, an den Kindern sieht man wie die Zeit vergeht. Und sie haben Recht! Ja, in diesem Punkt haben sie sowas von recht, dass es mir manchmal sogar ein bisschen Angst macht.

Wenn ich mir mein zwei Mädels so anschaue, weiß ich zum einen, dass wir alles richtig gemacht haben und die zwei für uns einfach nur perfekt und absolute Wunschkinder sind. Aber wenn ich sehe, wie schnell sie groß werden, die Kleine bald 2, die Gr0ße 6 und schon ein Vorschulkind, genieße ich jeden gemeinsamen Moment, jede Sekunde die wir in irgendeiner Art und Weise zusammen verbringen und möchte ganz oft einfach nur die Zeit anhalten. Zeit, die SO nie mehr wiederkommt!

Unendlich viele Kuscheleinheiten, die Mädchen beim spielen beobachten, gemeinsam Bücher anschauen, lesen, lachen, weinen, trösten, entdecken, reisen, erklären, einfach nur an der Hand halten, spazieren gehen, die Natur erforschen, einfach nur beisammen sein und das Hier und Jetzt genießen!

Das Babymädchen am liebsten den ganzen Tag kuscheln, ihren Kopf auf meine Schulter legen, ihren Atem spüren, feuchte Küsschen kassieren und ihre Patschehändchen in meinem Gesicht spüren.

Mit meiner Großen würde ich am liebsten den ganzen Tag um die Häuser ziehen, mir die Welt aus ihrer Sicht erklären lassen und ihren Fantasiegeschichten lauschen! Ganz zu schweigen von unserem täglichen Kuschel- und Knutschritual am Abend. Ohne das darf und will ich das Zimmer nicht verlassen ;).

Auch wenn das mein lieber Mann jetzt nicht hören oder lesen will :D, aber vielleicht sind genau DAS die Gründe, warum man sich auch ein Leben mit einem 3. Kind ganz gut vorstellen könnte?! Auf jeden Fall hat es Mutter Natur (bei mir) geschafft, dass man nach dem ersten Kind nicht genug, sondern das Verlangen nach mehr hat :D.

Wiederum bin ich mit meinem Familienleben zu 100% zufrieden. Wir haben zwei gesund Kinder, die unser Leben bereichern, schöner & noch bunter machen und das auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Deshalb genieße ich auch weiterhin die wertvolle Zeit mit meiner kleinen Familie und kann jedem nur ans Herz legen, tut das Gleiche! Denn Zeit ist das kostbarste Gut, was man mit Geld nicht kaufen kann!

In diesem Sinne, alles Liebe, Eure Dani!

 

 

Zeit

Hier fliegen schon die Motten rum, also wird es mal wieder ZEIT etwas zu schreiben. Stichwort, Zeit!

Was haben wir eigentlich gemacht, bevor wir Kinder hatten? Wie haben wir unsere (Frei)Zeit genutzt?

Seit der Geburt unserer zweiten Tochter kann der Tag gar nicht lang genug sein und trotzdem habe ich am Abend das Gefühl nix geschafft zu haben. So wundervoll das Familienleben auch ist und ich es auch nicht mehr missen möchte, so wenig Zeit findet man für sich selbst.

Ok, wir wollen uns mal nicht beschweren, denn die meisten Abende haben wir tatsächlich für uns, denn schlafen unsere Mädchen ganz wunderbar. Und dank der lieben Großeltern und unseren wirklich pflegeleichten Kindern :D, dürfen Mama und Papa abends auch mal ausgehen. Dann lassen wir es natürlich richtig krachen :P. Nein, mal im Ernst, wir sind gerne daheim mit unseren Mädels und lieben auch die Abende zu zweit auf der Couch, mit einem Gläschen Wein, SCHOKOLADE und einem guten Film oder einer Serie. Da können wir zwei am besten abschalten und den Tag noch einmal revue passieren lassen und über Gott und die Welt sprechen.

Dann gibt es diesen einen Tag in der Woche wo Mama abends mal zum Sport geht. Für 365 Tage war ich ja im Fitnessstudio angemeldet und musste nach nur 300 Tagen feststellen, dass das doch nix für mich ist und Geräte alleine mich und meinen Körper nicht glücklich machen. Also doch wieder etwas suchen wo ich mich auspowern kann und richtig wohl dabei fühle (Schatz, bei diesen Worten musste ich gerade an dich denken und laut lachen :D). Kleiner Insider, auf den ich hier und jetzt nicht weiter eingehen kann/ darf/ möchte. ZUMBA heißt das Zauberwort (wahrscheinlich muss mein Mann gleich noch mal schmunzeln, egal). Aerobic und lateinamerikanische Tänze vereint, was will man mehr. Ich liebe es!

Gut, also Mo Zumba, Di hat die Große Schwimmen, bleiben also noch der Mi, Do und Fr für…ja für was eigentlich? Ich persönlich treffe mich ja unheimlich gerne mit meinen Freundinnen (kennt ihr Mädels da draußen das?) und irgendwie habe ich so viele liebe Mädels um ich herum, dass ich manchmal alle 3 Tage mit meinen Weibern belegen könnte. Zur Freude meines Göttergatten, NICHT, denn fragt der sich jedesmal, was wir uns denn immer so zu erzählen haben? Das frag ich mich gar nicht :D, denn mein liebster Schnuffi, es gibt immer etwas zu erzählen. Ich glaube Männer werden das wahrscheinlich nie verstehen, jedoch stets akzeptieren, so wie es meiner tut <3. Gut, die meisten Abende verbringe ich aber mit meinem Mann, weil ich es liebe, das nichts tun. Füße hoch und abschalten. Quatschen, kuscheln, lachen und einfach die Zeit zu zweit genießen.

Während ich den Text so schreibe, frage ich mich die ganze Zeit was ich denn in meiner freien Zeit tun würde, wenn wir keine Kinder hätten? Hm, gute Frage, wahrscheinlich nur zu viel Geld ausgeben für Dinge, die man jetzt viel bewusster erlebt. Und das ist auch gut so, denn so verlieren diese Dinge für mich nicht an Wert und man genießt sie ganz anders, viel intensiver. Wie oft waren wir abends essen, ohne groß darüber nachzudenken. Danach noch einen Cocktail in ner guten Bar nehmen und früh so lange im Bett liegen bleiben, bis der Hunger einen raustreibt.

Heute sind es die Kinder die einen liebevoll (NICHT) aus dem Bett holen, die nach 5 min am Frühstückstisch sitzen schon wieder aufstehen wollen, die lieber malen, tanzen, singen, basteln, anstatt sich für den Kindergarten fertig zu machen, die brüllend im Auto sitzen, wenn Mama nach der Kita nicht gleich was zum futtern parat hat, die anfangen mit weinen, wenn man sich am Nachmittag nicht mit ihren Freunden trifft, die abends nicht immer gleich ins Bett wollen, sondern noch mal kuscheln, knutschen und knuddeln wollen. Und genau DAS ist es was ich will, genau das steht uns Eltern bevor, wenn die Zwerge erst einmal auf der Welt sind und genau das macht die Welt und das Leben mit Kindern so einzigartig und lebenswert.

Und vergesst nicht, die ZEIT die wir intensiv mit unseren eigenen Kindern leben und erleben dürfen ist, auf die Zeit unseres ganzen Lebens gesehen, viel zu kurz, deshalb genießt diese Zeit und scheißt auf “mehr Zeit für sich selbst” ;). Die kommt von ganz alleine wieder und wahrscheinlich schneller als uns lieb ist. Also liebt, lebt und lacht mit euren Kindern was das Zeug hält!

In diesem Sinne, ich gehe jetzt ins Bett 🙂

Eure Dani

Geschwisterliebe

Ein Geschwisterchen muss her, dass stand schon kurz nach der Geburt unserer 1. Tochter fest. Für mich! Denn der Papa hat sich mit dem Gedanken am Anfang ziemlich schwer getan, noch einmal so ein kleines Bündel Leben großzuziehen ;). Seine größte Angst dabei war, dass er dem zweiten Kind nicht die gleiche Liebe geben kann wie dem Ersten. Irgendwie nachvollziehbar, denn steckte doch (gefühlt) all die Liebe die man hat schon in unserer M.

Aber Zeiten ändern sich, unser Mädchen wurde größer, vernünftiger und selbständiger und so reifte nun auch der Gedanke in meinem Mann, noch einmal das Wunder des Lebens erleben zu dürfen.  Das man(n) seine Liebe teilen kann bestätigte sich ab der ersten Sekunde der Geburt unserer 2. Tochter <3. Die Frage, ob wir sie genauso lieben können wie unsere M. stellte sich nicht im entferntesten, denn haben wir sie sofort in unser Herz geschlossen.

Naja, die große Schwester sah das ja am Anfang etwas anders und wollte ihr kleine Schwester nach gut 2 Wochen wieder zurück geben. ZURÜCK? Wohin denn? Ich wollte das 3,5kg schwere Bündel nicht wieder in mir aufnehmen :D. Gott sei Dank hat sie sich dann doch sehr schnell daran gewöhnt, dass sie jetzt nicht mehr die einzige Prinzessin im Hause ist und so reifte die Liebe zwischen den beiden Mädchen. L. muss (fast) überall mit dort hin kommen wo sich M. gerade befindet. Ok, ich geben zu, dass das natürlich nicht immer so ist, aber einen Großteil ihrer Freizeit, vor allem daheim, möchte sie mit ihrer kleinen Schwester verbringen. Das Babymädchen bekommt sogar manchmal “Verbot” das Kinderzimmer zu verlassen, wenn die Große mal schnell aufs Klo muss oder so. Dann wird einfach die Tür zugemacht und wenn man die Türklinke noch nicht erreicht, kann man ja auch schlecht den Raum verlassen ;).

Das Beste ist aber immer, wenn M. ihre kleine Schwester in der Öffentlichkeit anspricht oder ruft:”IIIIIIIIIIIGEL!”, schallt es dann über den Spielplatz, durchs Einkaufszentrum oder durch den Zoo. Ja, der Spitzname unserer Kleinsten ist IGEL. Geschuldet durch ihre Frisur als Baby, da ihre Haare, wie bei einem Igel, immer zu Berge standen^^.

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Die Große liebt ihre kleine Schwester einfach abgöttisch –  knuddelt sie, knutsch sie und sagt uns mehrfach, wie lieb sie L. doch hat. Das zeigt mir immer wieder, dass es nicht nur für uns, sondern auch für M. das schönste Geschenk auf Erden ist – ein Geschwisterchen!

Ich bin für mehr Geschwister ;).

Bis bald, eure Dani!

 

 

 

 

 

 

 

Kleiner Engel!

Zwischen all den Geschichten aus unserem Leben, mal ein Beitrag in einer anderen und sehr traurigen Angelegenheit.

Wir alle sollten doch jeden Tag dankbar sein, dass unsere Kinder gesund! auf die Welt gekommen sind und wir unser Leben und unsere Liebe mit ihnen teilen dürfen!

Was sind schon zahlreich schlaflose Nächte, eine Wohnung die im Chaos versinkt, dreckige Wäsche, oder Nachwuchs, der immer wieder mal aus der Reihe tanzt, gegen den schmerzlichen Verlust eines kleinen Menschenlebens.

Ein kleiner Mensch, der aus tragischen Gründen keine Chance auf ein eigenes Leben bekam. Ein Leben voller Liebe, Wärme und Geborgenheit.

Hat man erst einmal eigene Kinder, freut man sich natürlich um so mehr mit jeder werdenden Mama auf den Nachwuchs. Der Bauch wächst, der ET steht fest und man weiß, in den nächsten Tag erblickt das kleine Wesen das Licht der Welt.

Dann die Nachricht, dass das Baby da ist. Ein kleiner Junge. Ich hörte noch etwas von Komplikationen unter der Geburt, aber mein Optimismus hat mich glauben lassen das alles gut gehen wird.

Am nächsten Tag dann die Nachricht, dass der Zustand des Babys kritisch ist…! Sofort schossen mir Tränen in die Augen und es stellte sich mir die Frage nach dem WARUM? Es war doch alles gut. Die Schwangerschaft, die Vorfreude auf den Nachwuchs, die Ankunft des kleinen Bruders. Und dann das? Nein, das kann und darf nicht sein.

Natürlich habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben und gedanklich schickte ich der Familie alles Glück dieser Welt, vor allem aber Kraft, Kraft für das, was noch bevorstehen würde.

Denn Kraft war das, was sie jetzt am allermeisten benötigten, denn mussten sie Abschied nehmen. Abschied von dem, was man die ganze Schwangerschaft über sehnlichst erwartet hat und schon vor der Geburt unglaublich liebt. Abschied von dem für mich Schönsten, Unglaublichsten, Wunderbarsten und Einzigartigsten was es auf der Welt gibt, dem eigenen Kind!

Die traurige Nachricht über den Verlust des Babys, zog mir förmlich den Boden unter den Füßen weg. Als Mama denkt man sofort an den eigenen Nachwuchs und wie schmerzhaft ein solcher Verlust für einen selber wäre. Allein der Gedanke daran schmerzt, aber es selber erfahren zu müssen, ist wohl das Schlimmste was einem als Eltern passieren kann.

Heute hab ich den kleinen Mann zum ersten mal auf einem Foto gesehen. Die Bilder strahlen so unglaublich viel Liebe, Wärme und Fürsorge aus, dass man auf den ersten Blick keine so tragische Geschichte dahinter vermutet. Leider durfte der kleine Engel die Liebe seiner wundervollen Familie nur für kurze Zeit erfahren. Aber ich weiß, dass die Liebe, die er zu spüren bekommen hat, echt war und die Liebe zu ihm natürlich auch immer bleiben wird – im HERZEN!

Ruhe in Frieden kleiner E.

 

Mama Sein (ade du schöne Elternzeit)

Ach Mensch, ich nehme mir so oft vor zu schreiben, aber seit ich wieder arbeiten bin und die Kleinste in der Krippe ist, habe ich das Gefühl, dass die Zeit immer knapper wird ;).

Unser Igelbaby wurde erfolgreich und ohne Probleme eingewöhnt und die Elternzeit ist mit dem zweiten Kind gefühlt viel viel schneller vorbei als Frau vielleicht lieb ist.

Ja, ich bin seit September wieder arbeiten. Das Gefühl gebraucht zu werden und sich nicht mehr den ganzen Tag mit dreckigen Windeln &  vollgespuckten Klamotten rumzuschlagen tut soooo gut.

Aber nichts desto trotz hatten wir zwei (der Igel & ich) ein tolles Jahr. Wir hatten auch das Glück, dass sich in meinem Freundeskreis 5 Mamas gleichzeitig in Elternzeit befanden. Und da könnt ihr euch ja vielleicht vorstellen, was wir den ganzen Tag so getrieben haben :D. Langeweile kam bei uns nicht auf und so organisierten wir ein Frühstücks- oder Kaffeedate nach dem anderen :D. Hach war das toll. Schnattern, Schlemmen und zwischendurch mal schauen was das Kind so treibt ;). DAS werde ich auf jeden Fall vermissen, denn wenn der Alltag einen zurück hat, dann werden Treffen dieser “besonderen” Art leider immer weniger.
Ich sag euch, 2 Kinder fordern einen noch mal ganz anders und lassen mich schnell mal das Eine oder Andere vergessen. Schuhe auf dem Auto, die Mutti dann um die Ecke vorm Schaufenster wiederfindet (Danke an den ehrlichen Finder), Mittagessen für Arbeit,   Wechselsachen, das Kind rechtzeitig zum Sportkurs anzumelden, Arzttermine etc. pp. Wenn ich mir nicht ALLES aufschreibe, sieht es echt düster in dem Kalender in meinem Kopf aus ^^.

Und am Ende des Tages weißt du und auch der Rest deines Körpers, was du gemacht hast. Und dann…freuen sich meine Beine für wenigstens 1, oder auch mal 2h vorm zu Bett gehen, nichts mehr machen zu müssen und bei einer Serie oder einem Film noch mal etwas abschalten und runterkommen zu können um wieder fit in den nächsten Tag starten zu können.

Denn dann heißt es wieder: lieben, lachen, kuscheln, trösten, spielen, lesen und den für mich schönsten Job des Lebens nachzugehen: MAMA SEIN <3!

Erde an Mia!

So süß die kleinen Racker auch sind, sie rauben einem manchmal den letzten Nerv.

Unsere Große weiß mittlerweile ganz genau was sie will und das zeigt sie uns Tag für Tag aufs Neue und dabei argumentiert sie nicht nur mit Worten. Da werden Türen geknallt, sich mit Händen und Füßen gegen ein NEIN der Eltern gewehrt und die neuste Masche ist einfach nur heulen! Heulen was das Zeug hält – vielleicht hilft es ja.

Wir heulen weil Madame keinen Strohhalm zum trinken bekommt, die kleine Schwester versehentlich an den Haaren gezogen hat, man keinen Trickfilm vorm Abendbrot schauen darf, oder die fünfhundertste Zeitung beim Wocheneinkauf nicht bekommt. Die Zeitungen an sich sind ja gar nicht das Interessante, sondern das Spielzeug, was sich auf dem Deckblatt dieser befindet. Und nein, wir haben nicht schon gefühlte dreimillionen Plastehandys daheim.

Durch die täglichen Heulattacken fühle ich mich manchmal richtig schlecht und frage mich, ob ich vielleicht nicht doch etwas überreagiert habe. Aber der Verstand sagt Nein. Alles gut. Weiter so!

Bis zu dem Moment, als mir das Kind im Auto offenbart hat, dass wenn sie mit Tim (ihr Freund aus dem Kindergarten) verheiratet ist, mit uns nichts mehr zu tun haben will. Verheiratet? Hallo? Habe ich was verpasst? Das Hochzeitskleid hat sie sich übrigens bereits in unserem letzten Urlaub in Amsterdam ausgesucht. Ich sagte doch, sie weiß ganz genau was sie will ;).

Und dann gibt es da noch dieses kleine Problem mit ihren Ohren. Geht es euch Mamas da draußen auch so, dass ihr das Gefühl habt, gegen eine Wand zu reden? Die Kleinen hören tatsächlich nur das, was sie hören wollen und Ansagen von Mama und Papa werden einfach ignoriert. Aber der Clou ist, wenn sie einen auch noch auslachen, während man mit ihnen schimpft. Das ist dann der Punkt, wo auch der geduldigsten Mama der Geduldsfaden reißt und es mit mir durchgeht.

Ok, für einen Moment ist das Kind auch einsichtig, aber wirklich nur für diesen einen kurzen Moment und dann geht das ganze Spiel wieder von vorne los…Tag ein, Tag aus. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben, richtig? Und so befinden wir uns auch am nächsten Tage wieder auf einer großen Bühne und proben für unseren nächsten Auftritt. Und wir werden besser, besser im Verstehen unserer Kinder und lernen auch manche Dinge einfach so zu akzeptieren wie sie sind!

Gefühlsachterbahn

Unsere Große befindet sich gerade in einer Phase der Gefühlsschwankungen. Dies spiegelt sich in Verlustängsten, Beschützerinstinkt, Wut, Freude und Traurigkeit wieder. Angst, dass ihrer Familie etwas zustoßen könnte, oder jemand ihrer kleinen Schwester etwas antut (oder sie einfach nur streichelt ;)).IMG_9567Da wird erst mal klar gestellt, dass das IHRE Schwester ist und sie nicht möchte das sie angefasst wird! Finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht so schlecht :P, aber sie übertreibt dann immer etwas. Mit gegrätschten Beinen und geöffneten Armen stellt sie sich dann wie so ne kleine Bulldogge vor den Kinderwagen oder Maxi Cosi und lässt die große Schwester raushängen. ICH SCHWESTER – DU NIX!

Und wenn es nicht immer nach dem kleinen Kopf meiner 4-jährigen Tochter geht, dann bekommen wir schon mal Sätze wie: “Ich habe euch nicht mehr lieb”, oder “Du bist nicht mehr mein Freund” zu hören. Beim ersten Mal habe ich noch geschluckt, aber mittlerweile lassen mich derartige Äußerungen kalt und prallen einfach an mir ab (naja, nicht immer, aber immer öfter :D). Da wird die Tür geknallt, ein paar Tränen rausgepresst und nach 5 min ist alles wieder gut und das Kind meistens auch einsichtig. Ich bin dann der Typ Mama, die dann gerne mal ihr schauspielerisches Talent (räusper) einsetzt und das Kind 1 zu 1 nachahmt. So mit Gesichtsentgleisung, auf den Boden werfen und lautstark heulen. Funktioniert bei unserer Großen echt prima und endet meistens mit einem Lachanfall.

Und dann das Thema mit dem Tod bzw. dem Verlust eines Menschen. Kompliziert, aber irgendwann muss man ja mal anfangen sie damit zu konfrontieren, wenn auch manchmal unfreiwillig. Zum Beispiel als der Papa neulich mit den Rad unterwegs war. Da fragte die Maus mich beim Abendbrot, ob der Papa auch wirklich mit dem M. zusammen fährt, denn wenn es dunkel ist, findet er sich doch sonst nicht mehr alleine nach hause und sie möchte auf gar keinen Fall ihren Papa verlieren! Überhaupt möchte sie gerade nicht, dass wir alleine, sprich ohne sie, irgendwo hingehen. Aus Angst, dass wir nicht mehr wiederkommen. Natürlich geht das NICHT mein liebes Kind, aber ich war schon sehr gerührt, vor allem von der Art und Weise wie sie es gesagt hat. Hach, unsere Motte. Das sind dann übrigens diese Momente, in denen man daran erinnert wird, warum man Kinder in die Welt gesetzt hat. (Nein, natürlich gibt es noch 1000 andere Gründe warum man 2 Hosenscheißer zur Welt gebracht hat ;))

Ja und unser Igelbaby bekommt natürlich auch des öfteren zu spüren, wenn ihre große Schwester mal keine Lust auf den kleinen Windelpopo hat. Da wird das Babymädchen an den Beinen gepackt und aus dem Zimmer gezogen, oder man setzt sich einfach auf die Beine der kleinen wehrlosen Schwester um so zu verhindern, dass das Legoschloss zerstört, oder das Kaffeekränzchen mit Teddy und Co gestört wird. Aber sie ist hart im nehmen und noch kann man sie ganz gut ablenken und mit anderen Dingen beschäftigen.

Aber das allerschönste ist das Lachen unserer beiden Mädels wenn sie zusammen sind, denn meistens sind sie doch unzertrennlich <3.

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Das wars erst mal von uns und euch viel Spaß beim lesen.

Eure Dani

 

So groß und doch noch so klein!

Ich bin immer wieder fasziniert, wie schnell sich die Kinder entwickeln und groß werden. Kaum aus der warmen, kuscheligen 1-Raum Wohnung ausgezogen, fangen sie an zu lachen, zu brabbeln, zu robben, zu krabbeln, zu stehen und schlussendlich laufen sie (einem davon ;)). Die gute Muttermilch wird schweren Herzens durch feste Nahrung ersetzt, der Wortschatz wird immer größer und der Papa fragt sich, ob er sich das gut überlegt hat mit 3 Weibern in einem Haushalt :D.

Bei unserer Großen geht der Schnabel nicht mehr zu wenn er einmal auf ist und ich frage mich, wo das noch hinführen soll. Ganz zu schweigen von den Allüren die Madame manchmal so an den Tag legt und dabei ist die Pubertät doch noch ganz weit entfernt, oder? Also von mir hat sie das nicht. NEIN. Wirklich nicht!

Wie selbstständig so eine Vierjährige doch sein kann wenn sie will und für die Eltern heißt das dann wieder ein paar Minuten Luft um einmal durchzuatmen. Aber das kuriose ist, dass es für uns Eltern meistens sofort zur Selbstverständlichkeit wird, dass das Kind alltägliche Dinge doch alleine kann, aber Ausnahmen bestätigen nun mal die Regel. Und das ist auch gut so, denn sind es doch noch Kinder und keine kleinen Erwachsenen. Auch ich ertappe mich manchmal dabei, zu viel von meiner Großen zu erwarten. Dabei brauchen die Kinder uns um ihren Alltag zu meistern, denn wir geben ihnen Halt, bereiten sie auf das Leben in Krippe, Kindergarten, Schule und später auf ein Leben ohne uns (zumindest räumlich getrennt ;)) vor.

Und was das Babymädchen angeht, bin ich jetzt, nach 7 Monaten, auch schon etwas wehmütig, das die Neugeborenen-Kuschel-Stillzeit quasi fast schon wieder vorbei ist und mein kleiner Igel schon so viel gelernt hat. Wir rollen uns durch die Gegend (robben und krabbeln ist noch nicht so ihr Ding, aber mit rollen und drehen kann man sich auch ganz gut fortbewegen), essen fleißig Brei, lachen, quieken, sabbern, zahnen und erkunden die Welt. Und im Sommer gehts schon in die Krippe. Und jetzt mal bitte kurz die Zeit anhalten. So kann das doch nicht weitergehen…;)!

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Auf der anderen Seite ist es einfach toll zu sehen wie die Mädchen heranwachsen und unser Leben bereichern! Zudem ist es einfach wundervoll Mama zu sein und zwei Mädchen sein eigen nennen zu dürfen. Die bedingungslose Liebe zu seinen eigenen Kindern, lässt alle Strapazen & schlaflosen Nächte ganz schnell wieder vergessen und das Leben mit ihnen ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie was man kriegt und was noch alles auf einen zukommt ;).

In diesem Sinne, liebt, lebt und lacht mit euren Kindern und genießt ihre Gegenwart in vollen Zügen!

Eure Dani