Kindermund tut Wahrheit kund!

Da fahren meine zwei Weiber und ich einmal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (der Abwechslung wegen ;)) und ich habe das Gefühl meine Große betritt unerforschtes Neuland. Alles und jeder wird analysiert, genausten beobachtet und leider auch lautstark ausgesprochen was Fräulein denkt. Von “Mama, die hat ja gar keine Hose an” (es handelte sich hierbei um eine alte Dame mit Rock und körperfarbenen Strumpfhosen), bis hin zu “Was hat der denn für eine hässliche Mütze auf” und “Guck mal Mama, der Mann ist ja total dick”.

Natürlich immer schön mit dem Finger drauf zeigen, damit die anderen auch gleich wissen wer gemeint ist und nicht jeder an sich runter schauen muss, ob Mann oder Frau tatsächlich eine Hose anhat, oder der Bierbauch unter der doch zu kurzen Jacke vorblitzt.

Gott sei Dank hat keiner der besagten Personen bemerkt, wie ehrlich meine Tochter war. Puh…!

Ich habe ihr natürlich erst einmal erklären müssen, dass man in der Öffentlich nicht immer ausspricht was man denkt und das sie derartige Gedanken lieber für sich behalten, oder mir ins Ohr flüstern soll. Bevor ich ihr DAS gesagt habe, habe ich erst mal herzlich gelacht :D, weil sie zum einen irgendwie Recht hatte (Sorry ihr Leute da draußen) und zum anderen liebe ich ihren kleinen Kindermund so sehr ^^.

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Aber nicht nur Fremde werden auf ihren abstrusen Kleidungsstil oder ihre dicken Bäuche hingewiesen, auch die Mama oder der Papa bekommen mal eine vor den Latz geknallt und werden auf ihr nicht immer vollkommenes Äußeres nett hingewiesen. Die Schmeicheleien überwiegen natürlich, aber ich glaube das hängt meistens mit irgendwelchen Belohnungen zusammen, also weil sie glaubt, wenn sie besonders nett zu uns ist, noch ne Runde fernsehen, oder etwas länger aufbleiben darf. UND meistens klappt es auch noch…verdammt!

In diesem Sinne, die Wahrheit bedarf manchmal nicht vieler Worte ;).

Eure Dani

 

Abschied nehmen

Ich habe gekündigt!

Ja, dass ist das, was ich euch noch erzählen wollte. Mehr als 10 Jahre war ich nun bei einer der führenden Onlinedruckereien in Europa tätig und durfte miterleben wie ein junges Unternehmen förmlich aus dem Boden sprießte und von Jahr zu Jahr erfolgreicher wurde.

Angefangen hat alles nach meiner Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin im Jahr 2004. Nach mehreren Bewerbungen und auch Vorstellungsgesprächen, bin ich damals auf print24 gestoßen. Beworben hatte ich mich auf eine Stelle in der Druckvorstufe und angeboten wurde mir eine Stelle im Kundenservice. Ok dachte ich mir. Das ist zwar nicht das was du wolltest, aber um erst mal ins Berufsleben einzusteigen und um ein paar Erfahrungen zu sammeln, ist diese Stelle wahrscheinlich ein gutes Sprungbrett. Und so war es auch. Ich (damals jung und unerfahren ;)) habe natürlich zugesagt und mit einer weiteren Kollegin den Kundenservice gerockt. Mittlerweile ist das Team natürlich enorm gewachsen. Zudem habe ich hier die weltbesten Kollegen kennengelernt und so ging ich natürlich gerne auf Arbeit.

Nun ja, was soll ich sagen, die Firma wuchs rasend schnell und unser kleines beschauliches Büro in der schönen Altstadt Meißen wurde langsam zu klein und so sind wir mit Sack und Pack in die Räumlichkeiten unserer Produktionsstätte nach Radebeul gezogen. Auch machten wir uns langsam auf dem internationalen Markt breit und arbeiten auch hier bis heute sehr erfolgreich.

Angefangen als “kleiner” Callcenter Agent wurde mir nach ca. 1 Jahr angeboten das komplette Serviceteam zu leiten. Das war eine große Herausforderung für mich, aber der Job machte mir viel Spaß und ich glaube, ich habe ihn ganz gut gemeistert ;).

Zwischenzeitlich habe ich hier auch noch meine große Liebe kennengelernt und so war der Arbeitsalltag perfekt <3.

Doch ich wollte mehr bzw. ein anderes Aufgabenfeld und so habe ich meinen Abteilungsleiterposten an den Nagel gehangen und bin in die Qualitätssicherung/ Reklamationsbearbeitung gerutscht. Ich sage euch, dass war kein Zuckerschlecken, ABER eine noch größere Herausforderung als vorher und so habe ich peu a peu mein Team aufgebaut und war auch hier bis zuletzt als Teamleiter tätig.

Wer aufsteigen bzw. sich beruflich weiterentwickeln möchte, ist hier genau richtig, denn Unitedprint (die Mutter aller Firmen) bietet genau das und fördert seine Mitarbeiter in vielen Bereichen. Sprachkurse, Auslandsreisen, Führungskräftecoaching etc. Zudem haben wir eine hauseigene Physiotherapie, ein Fitnessstudio und ein Freizeit Lounge. Ja, ja, was das leibliche Wohl angeht, kann sich hier keiner beklagen!

Und warum gehe ich dann eigentlich?

Gute Frage, aber ich möchte gerne noch mehr Zeit für meine Familie haben und noch flexibler sein und genau das kann mir mein liebster Ehegatte in seiner eigenen Firma robhost bieten.  Also wage ich nach Ablauf meiner Elternzeit den Sprung in das Familienunternehmen.

Hier mal ganz kurz zusammengefasst, was die RobHost GmbH macht: “Die RobHost GmbH ist spezialisiert auf managed Hosting “made in Germany” und bietet Serverlösungen für verschiedenste Anforderungen an. Individueller Support ist eine unserer Stärken.”

Und was soll ich da mit meiner gestalterischen Fähigkeiten machen ^^?

Ich werde mich dann um seine lieben Mitarbeiter kümmern, Kundendaten pflegen und diverse andere Verwaltertätigkeiten ausüben. Und ich freue mich schon wahnsinnig auf meine neue Aufgaben, auf das Team und meine neu gewonnenen Freiheiten.

Nichts desto trotz habe ich wahnsinnig viel bei Unitedprint gelernt und möchte diese Zeit auf keinen Fall missen! Tolle Kollegen, lehrreiche & interessante Branche und ein außergewöhnlich zielstrebiger Geschäftsführer, der dem Markt zeigt wo der Hase lang läuft ;). Wer ihn kennt, weiß wovon ich rede. In diesem Sinne, auch ein dickes Dankeschön an meinen großen Chef Herr Lerchl! Danke, dass ich Teil ihres Unternehmens sein durfte!

So, dass wars erst mal von mir!

Bis bald, eure Dani

 

Früher war ja alles anders!

Ihr kennt das bestimmt auch. Schlaue Ratschläge der eigenen Eltern, oder sogar Großeltern, in Bezug auf die Kindererziehung. Früher war ja alles anders! Ok, ich gebe zu, Früher war tatsächlich einiges anders, aber in unserer Familie halten sich schlaue Ratschläge Gott sei Dank in Grenzen. Aber ab und an lassen die Eltern mal einen gucken ;).img_8095.jpeg

Punkt 1: Nahrungszufuhr

“Und, kannst du noch stillen?” Wurde ich 2 Monate nach der Geburt unseres Babymädchens gefragt. “Na klar, ich stille voll!” “WAS? Da kannst du aber von Glück reden. Das können ja nur die wenigsten.” Hm, warte…NÖ, dass können die meistens (zumindest die, die ich kenne) und was man so liest und überhaupt.

Liebe Eltern, wir leben ja im 21. Jahrhundert, da wird einem nicht mehr “vorgeschrieben” wann man seinen Nachwuchs zu stillen hat. Früher war es tatsächlich so, dass man bereits im Krankenhaus gesagt bekommen hat, aller wie viel Stunden man seinen Nachwuchs stillen soll/darf (zumindest hat mir das meine Mama und Schwiegermama zugetragen).Da wurde das Baby ja auch nur zum stillen ans Bettchen der Mama gebracht und ansonsten lag es den ganzen Tag auf der Neugeborenenstation ohne mit der Mama kuscheln zu dürfen. Wie schrecklich. Stellt euch mal vor, euch wird der Nachwuchs gleich nach der oh doch so anstrengenden, kräftezehrenden und schmerzhaften Geburt weggenommen. Kurze Vorstellung vielleicht noch, ein Begrüßungsküsschen und zack, verschwindet die Hebamme mit deinem Huschel. Hallo? Das ist MEINE, dass habe ich gerade da unten rausgepresst, bring das wieder zurück! So, oder so ähnlich müssen sich doch unsere Eltern gefühlt haben. Gut, dass sich in der Hinsicht einiges geändert hat!

Stillen nach Bedarf heißt ja heute das Zauberwort und nein, Muttermilch macht nicht dick…also vorübergehend vielleicht schon ein bisschen ;), aber das ist auch gut so. Ein Baby ohne Knuddelkeulen und Pausbäckchen ist doch kein richtiges Baby. Richtig was zum anpacken, reinkneifen und knuddeln braucht man als Mami. Ja, den Hals sucht man auch vergeblich, zumindest bei unserem Igelbaby ^^. Und stillen ist so was tolles. Ich vermisse es jetzt schon wenn ich nur dran denke, dass auch mein Baby irgendwann mal groß wird. Die Betonung liegt auf irgendwann, denn es soll noch gaaaaanz lange mein kleines, stillendes Igelbaby bleiben ^^.

Punkt 2: Tragen

Ja, ja, da brüllt das Baby mal und schon wird es hochgenommen und durch die Gegend getragen. Und ja, ich finde das ist auch gut so! Tragling hin oder her, ich genieße das unheimlich und mein Igelbaby umso mehr! Mal ganz ehrlich, wie lange haben wir diese einzigartige Nähe zu unseren Kindern, wo sie sich noch nicht wehren können, von Mama oder Papa abgeknutscht, getragen und geknuddelt zu werden :D.

Merke das ja bei meiner Großen, die mittlerweile schon 4 Jahre ist, dass nur noch geknuddelt wird wenn sie in Knuddellaune ist. Mama ist das leider jeden Tag und so muss ich das Kind manchmal festbinden, damit es sich nicht von mir losreißen kann ;). Nein, Spaß bei Seite. Das große Mädchen kommt auch noch ganz oft von alleine zum kuscheln und das genieße ich dann natürlich unheimlich.

Um noch mal aufs tragen zurück zu kommen, Sätze wie: “Du verwöhnst das Kind” oder “Lass es doch mal schreien” kann ich leider nicht hören, denn ein Baby kann man in meinen Augen nicht verwöhnen. Das schreit einfach nur nach Liebe und Geborgenheit und die bekommt es natürlich! Schreien lassen geht gar nicht und so würde ich das Babymädchen bis ans Ende der Welt tragen wenn es sein muss <3!

Wenn ich überlege, wie lange ich meine Große getragen habe. Geschadet hat es ihr auf keinen Fall und ja, sie läuft heute ohne zu murren von ganz alleine. Unglaublich!

So, dass wars erst mal für heute. Habe dann noch nen wichtigen Termin, der mein Leben mehr oder minder positiv verändert ;). Mehr dazu die Tage mal.

Habt es fein!

Eure Dani