Familienurlaub an der Cote d’Azur

Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen. Das erste Mal 3 Wochen von Mama und Papa getrennt. Drei Wochen Sprachreise in Antibes an der Cote d’Azur. Was gibt es schöneres für ein 13-jähriges Mädchen, als die Sommerferien an einem so wunderschönen Fleckchen Erde zu verbringen. Schon damals wusste ich, dass ich wiederkommen werde.

Uns so kam es. Wir planten unseren Familienurlaub und wollten ursprünglich in die Toskana und von dort aus an die Cote d’Azur. Da wir Italien bereits die letzten Jahre unsicher gemacht haben, entschieden wir uns letztendlich doch für 2 Wochen im Süden von Frankreich Urlaub zu machen.

FAMILIENFREUNDLICHE Unterkunft

Wir haben uns ein Ferienhaus im beschaulichen und wunderschönen Örtchen Vence gemietet, denn wollten wir abseits vom Trubel und inmitten der französischen Provence unseren Urlaub genießen. Zudem war es uns wichtig, dass die Kinder genug Auslauf haben :D. Unser Chalet lag auf einem kleinen Hügel mit Blick auf Saint-Paul-de-Vence. Einfach grandios. Großer Garten, Whirlpool und viiiiiiiiel Platz zum toben.

Hier haben wir jeden Abend gesessen und die Aussicht genossen <3.

 

KINDER im Gepäck

Wenn man mit Kinder reist, reist gefühlt der halbe Haushalt mit und mit einem “normalen” Kombi muss man schon Abstriche machen was das Gepäck angeht. Deshalb haben wir uns für die bequeme und reisefreundliche Variante entschieden und sind mit unserem Kleinbus gefahren. Ein Traum sag ich euch. Kofferraum auf und alles rein was das (Mama)Herz begehrt. Ohne Koffertetris, schieben, quetschen oder gar verzichten. Selbst das Rennrad von Papa hat ohne Probleme Platz gefunden.

Natürlich muss man schauen das die Kinder nicht zu kurz kommen und Spaß an einer Sightseeingtour oder langen Autofahrten haben. Wir waren aber bestens vorbereitet. Unschlagbar ist natürlich das Tablet, welches auf langen Autofahrten nicht fehlen darf. Die Kids durften ihre Lieblingsserien gucken und das Beste daran ist, so lange sie wollten :P. Zudem gab es kleine Überraschungstüten mit Knabbereien, Fruchtspaß, Pixibüchern und etwas zum ausmalen. Langeweile kam nicht auf und die Mädchen waren wirklich super entspannte Reisebegleiter. Auf der Hin- und auch auf der Rückfahrt. Kein Genörgel (ok, die Frage wann wir da sind wurde natürlich schon mal gestellt ;)), keine Schreianfälle oder sonstiges Unwohlsein. Bis auf ein paar Puller- und Snackpausen sind wir gut durchgekommen. Losgefahren sind wir Nachts um 3, so dass die Kinder, glücklicherweise, noch mal bis 8 Uhr morgens im Auto weitergeschlafen haben und angekommen sind wir am späten Nachmittag gegen 17.00 Uhr. Und nein, wir haben keine Zwischenübernachtung eingelegt. Papa wollte so schnell wie möglich in den Urlaub :D. Für den einen oder anderen vielleicht nicht nachvollziehbar, aber 1250km fährt mein Liebster ohne Probleme auch alleine.

ORTE die man gesehen haben muss

Ob Sonnenanbeter, Wandere, Radfahrer, Weinliebhaber, oder Städtebummler, hier kommt keiner zu kurz und für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Abgesehen von den Klassikern, wie Monaco, Cannes, Nizza, St. Tropez & Antibes, die man sich auf jeden Fall anschauen sollte, hat die französische Provence natürlich noch viel mehr zu bieten. Vor allem auch abseits der Küste, auf dem Land und in den Bergen.

Unser klarer Favorit war die Schlucht von Verdon. Ein Wunder der Natur, das man gesehen haben muss! Der türkisfarbene Fluss Verdon fließt durch den 21km langen Canyon . Auf dem Weg dorthin gab es unzählige Aussichtspunkte zum anhalten, rast machen und staunen. Der Weg dorthin führt durch eines der schönsten französischen Dörfer: Moustiers-St.-Marie. Auch wenn sich die Parkplatzsuche etwas schwierig gestaltet, muss man dem kleinen Dörfchen seine Aufmerksamkeit schenken, durch die kleinen Gassen schlendern und dem Duft von Crepes & Cafe folgen. Es lohnt sich und das es sich um eins der schönsten Dörfer Frankreichs handelt, ist nicht zu viel versprochen.

Auch Saint-Paul-de-Vence war für uns ein Ort an dem es sich lohnt zu verweilen. Durch verwinkelte Gassen, vorbei an Ateliers, kleinen Souvenierlädchen & Cafés.  Alles so ursprünglich und mit Liebe zum Detail. Auch die Mädchen haben sich neugierig in jedem noch so kleinen Lädchen umgeschaut und waren ebenso entzückt wie wir.

 

Natürlich haben wir immer geschaut das die Kinder nicht zu kurz kommen und Spaß an einer Sightseeingtour und unseren täglichen Ausflügen haben.

Frankreich ist sehr kinderfreundlich und so fanden wir an vielen Ecken Spielplätze oder Karussells. Ggf. hat es auch der Sandeimer getan und eine kleine Auszeit am Strand. Der schönste Spielplatz befand sich jedoch in Nizza. Auf der Promenade du Paillon. Ein riesiger Spielplatz mitten im Park und für jede Altersklasse etwas dabei. Das absolute Highlight waren die Wasserspiele. Aufsteigende Wasserfontainen die Spaß und an heißen Tagen gleichzeitig eine Erfrischung mit sich brachten.

TARTE, MEERESFRÜCHTE & andere Leckereien

Die französische Küche ist ja genau mein Ding :P. Café au lait und Croissante am Morgen, Fisch zum Mittag und Nachmittags eine leckere Tarte, Eclaire oder andere feine Kuchen. Die vielen Boulangerien haben mich magisch angezogen und ließen mein Herz für Süßes höher schlagen. Als wir dann noch in St. Tropez die Tarte Tropezienne gegessen haben, dachte ich, hier muss ich für immer bleiben :P.

 

Kurzum, Südfrankreich ist einfach traumhaft schön und eine Reise wert! Wir kommen auf jeden Fall wieder, denn gesehen haben wir bei weitem noch nicht alles!

Eure Dani