Erde an Mia!

So süß die kleinen Racker auch sind, sie rauben einem manchmal den letzten Nerv.

Unsere Große weiß mittlerweile ganz genau was sie will und das zeigt sie uns Tag für Tag aufs Neue und dabei argumentiert sie nicht nur mit Worten. Da werden Türen geknallt, sich mit Händen und Füßen gegen ein NEIN der Eltern gewehrt und die neuste Masche ist einfach nur heulen! Heulen was das Zeug hält – vielleicht hilft es ja.

Wir heulen weil Madame keinen Strohhalm zum trinken bekommt, die kleine Schwester versehentlich an den Haaren gezogen hat, man keinen Trickfilm vorm Abendbrot schauen darf, oder die fünfhundertste Zeitung beim Wocheneinkauf nicht bekommt. Die Zeitungen an sich sind ja gar nicht das Interessante, sondern das Spielzeug, was sich auf dem Deckblatt dieser befindet. Und nein, wir haben nicht schon gefühlte dreimillionen Plastehandys daheim.

Durch die täglichen Heulattacken fühle ich mich manchmal richtig schlecht und frage mich, ob ich vielleicht nicht doch etwas überreagiert habe. Aber der Verstand sagt Nein. Alles gut. Weiter so!

Bis zu dem Moment, als mir das Kind im Auto offenbart hat, dass wenn sie mit Tim (ihr Freund aus dem Kindergarten) verheiratet ist, mit uns nichts mehr zu tun haben will. Verheiratet? Hallo? Habe ich was verpasst? Das Hochzeitskleid hat sie sich übrigens bereits in unserem letzten Urlaub in Amsterdam ausgesucht. Ich sagte doch, sie weiß ganz genau was sie will ;).

Und dann gibt es da noch dieses kleine Problem mit ihren Ohren. Geht es euch Mamas da draußen auch so, dass ihr das Gefühl habt, gegen eine Wand zu reden? Die Kleinen hören tatsächlich nur das, was sie hören wollen und Ansagen von Mama und Papa werden einfach ignoriert. Aber der Clou ist, wenn sie einen auch noch auslachen, während man mit ihnen schimpft. Das ist dann der Punkt, wo auch der geduldigsten Mama der Geduldsfaden reißt und es mit mir durchgeht.

Ok, für einen Moment ist das Kind auch einsichtig, aber wirklich nur für diesen einen kurzen Moment und dann geht das ganze Spiel wieder von vorne los…Tag ein, Tag aus. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben, richtig? Und so befinden wir uns auch am nächsten Tage wieder auf einer großen Bühne und proben für unseren nächsten Auftritt. Und wir werden besser, besser im Verstehen unserer Kinder und lernen auch manche Dinge einfach so zu akzeptieren wie sie sind!

One Comment

  1. Mom und Oma Ulli ;-)

    Ja genauso sind die Kinder ! 😉 Was man da braucht sind Geduld, Ausdauer, Stärke und Liebe- jeden Tag auf`s Neue. Und 100 Mal oder 101x die gleichen Ansagen, denn diese Stärken schätzen die Kinder an ihren Eltern, auch wenn sie es nicht zugeben würden. Aber man kann sich 100% auf seiner Eltern verlassen. Irgendwann verschwinden diese Allüren. Ich glaube spätestens, wenn die lieben Kleinen ausziehen (hi hi). Und dann kann es sogar sein, dass irgendetwas fehlt? Mach weiter so und halte durch 😉 Du hast schon tolle Kinder!

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