Gefühlsachterbahn

Unsere Große befindet sich gerade in einer Phase der Gefühlsschwankungen. Dies spiegelt sich in Verlustängsten, Beschützerinstinkt, Wut, Freude und Traurigkeit wieder. Angst, dass ihrer Familie etwas zustoßen könnte, oder jemand ihrer kleinen Schwester etwas antut (oder sie einfach nur streichelt ;)).IMG_9567Da wird erst mal klar gestellt, dass das IHRE Schwester ist und sie nicht möchte das sie angefasst wird! Finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht so schlecht :P, aber sie übertreibt dann immer etwas. Mit gegrätschten Beinen und geöffneten Armen stellt sie sich dann wie so ne kleine Bulldogge vor den Kinderwagen oder Maxi Cosi und lässt die große Schwester raushängen. ICH SCHWESTER – DU NIX!

Und wenn es nicht immer nach dem kleinen Kopf meiner 4-jährigen Tochter geht, dann bekommen wir schon mal Sätze wie: “Ich habe euch nicht mehr lieb”, oder “Du bist nicht mehr mein Freund” zu hören. Beim ersten Mal habe ich noch geschluckt, aber mittlerweile lassen mich derartige Äußerungen kalt und prallen einfach an mir ab (naja, nicht immer, aber immer öfter :D). Da wird die Tür geknallt, ein paar Tränen rausgepresst und nach 5 min ist alles wieder gut und das Kind meistens auch einsichtig. Ich bin dann der Typ Mama, die dann gerne mal ihr schauspielerisches Talent (räusper) einsetzt und das Kind 1 zu 1 nachahmt. So mit Gesichtsentgleisung, auf den Boden werfen und lautstark heulen. Funktioniert bei unserer Großen echt prima und endet meistens mit einem Lachanfall.

Und dann das Thema mit dem Tod bzw. dem Verlust eines Menschen. Kompliziert, aber irgendwann muss man ja mal anfangen sie damit zu konfrontieren, wenn auch manchmal unfreiwillig. Zum Beispiel als der Papa neulich mit den Rad unterwegs war. Da fragte die Maus mich beim Abendbrot, ob der Papa auch wirklich mit dem M. zusammen fährt, denn wenn es dunkel ist, findet er sich doch sonst nicht mehr alleine nach hause und sie möchte auf gar keinen Fall ihren Papa verlieren! Überhaupt möchte sie gerade nicht, dass wir alleine, sprich ohne sie, irgendwo hingehen. Aus Angst, dass wir nicht mehr wiederkommen. Natürlich geht das NICHT mein liebes Kind, aber ich war schon sehr gerührt, vor allem von der Art und Weise wie sie es gesagt hat. Hach, unsere Motte. Das sind dann übrigens diese Momente, in denen man daran erinnert wird, warum man Kinder in die Welt gesetzt hat. (Nein, natürlich gibt es noch 1000 andere Gründe warum man 2 Hosenscheißer zur Welt gebracht hat ;))

Ja und unser Igelbaby bekommt natürlich auch des öfteren zu spüren, wenn ihre große Schwester mal keine Lust auf den kleinen Windelpopo hat. Da wird das Babymädchen an den Beinen gepackt und aus dem Zimmer gezogen, oder man setzt sich einfach auf die Beine der kleinen wehrlosen Schwester um so zu verhindern, dass das Legoschloss zerstört, oder das Kaffeekränzchen mit Teddy und Co gestört wird. Aber sie ist hart im nehmen und noch kann man sie ganz gut ablenken und mit anderen Dingen beschäftigen.

Aber das allerschönste ist das Lachen unserer beiden Mädels wenn sie zusammen sind, denn meistens sind sie doch unzertrennlich <3.

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Das wars erst mal von uns und euch viel Spaß beim lesen.

Eure Dani

 

One Comment

  1. Steffi

    Es ist immer wieder toll von euch zu lesen! Ich schmunzeln bei manchen Sachen vor mich hin und denk mir das wird auch bald auf uns zu kommen.

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