Kleiner Engel!

Zwischen all den Geschichten aus unserem Leben, mal ein Beitrag in einer anderen und sehr traurigen Angelegenheit.

Wir alle sollten doch jeden Tag dankbar sein, dass unsere Kinder gesund! auf die Welt gekommen sind und wir unser Leben und unsere Liebe mit ihnen teilen dürfen!

Was sind schon zahlreich schlaflose Nächte, eine Wohnung die im Chaos versinkt, dreckige Wäsche, oder Nachwuchs, der immer wieder mal aus der Reihe tanzt, gegen den schmerzlichen Verlust eines kleinen Menschenlebens.

Ein kleiner Mensch, der aus tragischen Gründen keine Chance auf ein eigenes Leben bekam. Ein Leben voller Liebe, Wärme und Geborgenheit.

Hat man erst einmal eigene Kinder, freut man sich natürlich um so mehr mit jeder werdenden Mama auf den Nachwuchs. Der Bauch wächst, der ET steht fest und man weiß, in den nächsten Tag erblickt das kleine Wesen das Licht der Welt.

Dann die Nachricht, dass das Baby da ist. Ein kleiner Junge. Ich hörte noch etwas von Komplikationen unter der Geburt, aber mein Optimismus hat mich glauben lassen das alles gut gehen wird.

Am nächsten Tag dann die Nachricht, dass der Zustand des Babys kritisch ist…! Sofort schossen mir Tränen in die Augen und es stellte sich mir die Frage nach dem WARUM? Es war doch alles gut. Die Schwangerschaft, die Vorfreude auf den Nachwuchs, die Ankunft des kleinen Bruders. Und dann das? Nein, das kann und darf nicht sein.

Natürlich habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben und gedanklich schickte ich der Familie alles Glück dieser Welt, vor allem aber Kraft, Kraft für das, was noch bevorstehen würde.

Denn Kraft war das, was sie jetzt am allermeisten benötigten, denn mussten sie Abschied nehmen. Abschied von dem, was man die ganze Schwangerschaft über sehnlichst erwartet hat und schon vor der Geburt unglaublich liebt. Abschied von dem für mich Schönsten, Unglaublichsten, Wunderbarsten und Einzigartigsten was es auf der Welt gibt, dem eigenen Kind!

Die traurige Nachricht über den Verlust des Babys, zog mir förmlich den Boden unter den Füßen weg. Als Mama denkt man sofort an den eigenen Nachwuchs und wie schmerzhaft ein solcher Verlust für einen selber wäre. Allein der Gedanke daran schmerzt, aber es selber erfahren zu müssen, ist wohl das Schlimmste was einem als Eltern passieren kann.

Heute hab ich den kleinen Mann zum ersten mal auf einem Foto gesehen. Die Bilder strahlen so unglaublich viel Liebe, Wärme und Fürsorge aus, dass man auf den ersten Blick keine so tragische Geschichte dahinter vermutet. Leider durfte der kleine Engel die Liebe seiner wundervollen Familie nur für kurze Zeit erfahren. Aber ich weiß, dass die Liebe, die er zu spüren bekommen hat, echt war und die Liebe zu ihm natürlich auch immer bleiben wird – im HERZEN!

Ruhe in Frieden kleiner E.

 

2 Comments

  1. Aniko

    Danke, Dani.

    Die einfachste Sache im Umgang mit verwaisten Eltern ist eine Frage: Was brauchst du?

    Trag das in die Welt.

    Herzlichst, Aniko.

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